|
In vielen Reiseländern stellt die Malaria nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für den Reisenden eine Gefahr da. Infolge des Klimawandels wandert die Überträgermücke mit den Malariaerregern weiter in nördliche Richtung. Je wärmer und feuchter dabei die Region ist, umso mehr wird die Vermehrung der Mücke begünstigt. Maßnahmen zur Bekämpfung der Malaria müssen unbedingt verbessert werden. Das war eine der Schlussfolgerungen die am „Welt-Malaria-Tag 2008“, am 25. April gezogen wurde. Weltweit erkranken jährlich schätzungsweise über 500 Millionen Menschen an Malaria – mehr als eine Million sterben an den Folgen. Auch in Deutschland starb vor vier Monaten eine deutsche Reisende nach ihrem Besuch in Kenia an den Folgen einer Malaria.
Erst im April musste wieder eine deutsche Reisende nach ihrem Tropenaufenthalt wegen einer Malaria im Krankenhaus behandelt werden. Die Reisende hielt sich zuvor auf den Bahamas - auf der beliebten Touristeninsel „Great Exuma“ - auf. Die Region gilt eigentlich als Region ohne erhebliches Malariarisiko. Dennoch wurden im Frühjahr und Sommer 2006 und 2007 Malariafälle bekannt. Die Bahamas galten bis dahin als Malariafreie Region.
In den vergangenen fünf Jahren wurden in Deutschland jährlich zwischen ca. 700 bis ca. 860 importierte Malariafälle registriert. Über 80% der nach Deutschland importierten Malaria-Fälle werden in den afrikanischen Ländern erworben - Asien steht erst an zweiter Stelle gefolgt von Südamerika.
Reisende in Regionen mit Malariavorkommen, sollten daher unbedingt eine reisemedizinische Beratung vor der Abreise aufsuchen. Insbesondere bei Reisen in Malaria-Hochrisikogebiete südlich der Sahara sollten neben Mückenschutzmaßnahmen auch Malariamedikamente zur Prophylaxe eingesetzt werden. Welches Medikament und welche Prophylaxeform (Chemoprophylaxe oder Notfallmedikation) für den jeweiligen Reisenden die Richtige ist, kann dabei durch ein ärztliches Gespräch geklärt werden.
Alle Reisenden, die nach Rückkehr Fieber und/oder Zeichen eines grippalen Infektes entwickeln, sollten sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, um möglichst früh eine Malaria erkennen und behandeln zu können.
Aber ein Urlaub unter Palmen ist aber auch ohne nennenswertes Malariarisiko in folgenden Ländern möglich:
* Balearen (Mallorca und Menorca östlich vor Spanien, im Mittelmeer)
* Kanarische Inseln (100 - 500 km westlich von Süd-Marokko, im Atlantischen Ozean)
* Madeira (700 km westlich von Marokko, im Atlantischen Ozean)
* Kapverdische Inseln (460 km von der Westküste Afrikas, im Atlantischen Ozean)
* Hawaii (Inselkette im Pazifischen Ozean)
* Seychellen (Inselstaat im Indischen Ozean, nördlich von Madagaskar)
Aber auch hier gilt Vorsicht: Jedes Jahr kommen weltweit schätzungsweise 150 Menschen durch herabfallende Kokosnüsse ums Leben. Eine bis zu 4 kg schwere Nuss trifft bei einem Fall aus 25 Meter Höhe mit mehr als einer Tonne Druck auf. Quelle: Günther Ermlich, DIE ZEIT 13.11.2003 Nr. 47
Quellen:
http://www.fit-for-travel.de/smp/news/show.jsp?nr=5301&l=D
http://www.gesundes-reisen.de/news/aktuell/1000626.htm
http://www.health-mapping.de/malaria
http://www.gesundes-reisen.de/news/aktuell/1000685.htm
Weitere Informationsquellen zur Reisemedizin:
http://www.reise-checkliste.eu/news/aktuell/gesundheitsgefahren-auf-reisen-hier-gibts-tagesaktuelle-informationen.html
Fieber während der Reise:
http://www.gesundes-reisen.de/news/aktuell/1000688.htm
Keine News mehr verpassen? Melde Dich zum Newsletter an!
Alle News auf einen Blick!
|