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Auswätiges Amt: Reisewarnung Irak 21.09.2007 |
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Freitag, 21. September 2007 |
Vor Reisen nach Irak wird eindringlich gewarnt. Deutschen Staatsangehörigen wird dringend geraten, das Land zu verlassen.
Bei Anschlägen und Feuergefechten kommen monatlich mehrere Tausend Menschen ums Leben. Eine besondere Gefährdung geht von Sprengfallen aus, die an Straßenrändern installiert und deren Zünder durch vorbeifahrende Fahrzeuge ausgelöst werden. Zwischen den multinationalen Streitkräften und irakischen Sicherheitskräften auf der einen und unterschiedlichen militanten Gruppen auf der anderen Seite kommt es täglich zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Überfälle mit Waffengewalt sind an der Tagesordnung. Die staatlichen Sicherheitskräfte sind Berichten zufolge teilweise von militanten und kriminellen Gruppen unterwandert. Das Risiko von Entführungen ist sehr hoch. Ausländer sind in besonderem Maße gefährdet.
Seit dem 7. November 2004 gilt im ganzen Land mit Ausnahme der Region Kurdistan-Irak im Nordosten der Ausnahmezustand. Über bestimmte Städte werden zeitweise Ausgangssperren verhängt. Es muss jederzeit mit der Absperrung von Straßen und Ortschaften gerechnet werden.
Die oben genannten Sicherheitsrisiken gelten grundsätzlich auch für den vergleichsweise ruhigeren und stabileren Teil der Provinzen Dohuk, Arbil und Sulaimaniya, der im kurdischen Autonomiegebiet liegt. Auch in diesem Landesteil muss mit Anschlägen und Entführungen von Ausländern gerechnet werden. Bei unaufschiebbaren Reisen in das vorbezeichnete Gebiet sollten umfassende Sicherheitsvorkehrungen getroffen, zeitnah Informationen über die lokale Sicherheitssituation eingeholt und der Aufenthalt so kurz wie möglich gehalten werden.
Bezüglich der Cholera-Erkrankungen, die insbesondere aus dem Norden des Landes gemeldet werden, beachten Sie bitte die nachfolgenden „Medizinischen Hinweise“.
Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bagdad ist für den Publikumsverkehr geschlossen. Aufgrund der Sicherheitslage und der eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten kann es deshalb schwierig oder unmöglich sein, in Not geratenen Deutschen zu helfen.
Die Botschaften der Bundesrepublik Deutschland in den Nachbarstaaten Iraks können Deutschen, die in Irak in eine Notlage geraten, erst ab dem jeweiligen Grenzübergang Hilfestellung leisten.
Quelle und weitere Hinweise: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Irak/Sicherheitshinweis.html
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 21. September 2007 )
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